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Ich bin ein bisschen spät mit dem Bericht von letzter Woche wegen der allgemeinen Krankheit. Es ist nicht viel passiert, ich habe weiter ein bisschen geübt, mitfühlend zu sein aber ich merke, dass ich das ein bisschen schleifen lasse, es aufschiebe, auch, weil es mir im Moment meist ganz gut geht. Mein Journal vernachlässige ich und das ist auch Quatsch, denn es sind ja gerade die guten Zeiten, in denen man was tun sollte, damit man die schlechten Zeiten dämpfen, auffangen und besser durchleben kann. Aber wenn ich auch wenig in mich gegangen bin, so habe ich doch mit dem Löwen eine weite Reise von ziemlich weit unten bis wirklich ganz weit oben gemacht. Mit dem Zug zur Zuvorunbesuchten und es war supergut. Die Zugfahrt war natürlich anstrengend und mit Schienenersatzverkehr und Personenschaden (ja. Beamtensprech.), aber der Löwe und ich haben sie gut gelaunt und mit sehr vielen Salzbrezeln wunderbar überstanden. Es war für mich eine ziemlich bestärkende Erfahrung, dass ich für den rumsausenden Kerl tagelang quasi allein Sorgen kann, ohne meine gute Laune zu verlieren, sondern mit Spaß und vor Mutterkitsch triefendem Herzen. Und es war gut, die Person mit der ich so viel geteilt und geschrieben habe und die mein Herz erobert hat in echt zu sehen und sie ein bisschen zu beschnuppern. Dass ich mich das getraut habe war gut und es hat sich gelohnt und Lust gemacht auf mehr Besuche und wilde Pläne. Das darf man über all dem Meditieren ja nicht vergessen!

Diese Woche trotzdem wieder: Mehr sitzen und fühlen, die Achtsamkeitsübungen, die ich mache, wenn ich dem Löwen erzähle, was gerade passiert, beibehalten, und ab und zu eine Zeile ins Heft schreiben. Und den Sommer geniessen, solange er noch da ist.