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Proaktiv gegen dern Irsinn. Auch in der vergangenen Woche habe ich versucht, Achtsamkeit, Ruhe und Bedachtsamkeit in meinen Alltag zu bringen. Ich habe immer noch keine feste Übungszeit, aber die Momente ums Schlafengehen sind geblieben als Zeit, einfach nur zu sein und Gedanken aller Art ziehen zu lassen, sie zu betrachten, aber nicht anzufangen über alles nachzudenken, worüber nachgedacht werden könnte. Drei Mal hab ich sogar eine richtig amtliche Tiefenentspannung gemacht. Bei langen Autofahrten diese Woche ist es mir kurz gelungen, nur zu sitzen (ja, das kann ich weiter üben), ohne mit dem Mann Schröckliches oder Erfreuliches zu besprechen und ohne im Handy irgendwelche Dinge zu lesen. Ich hatte verhältnismäßig viel Austausch mit Freundinnen und guten Menschen diese Woche und ich merke, dass mir das wirklich guttut und ich das nicht vernachlässigen will, auch wenn Terminfindungen oft schwierig sind, weil weit weg, arbeitend oder mit Kind. Und: Es war so gut, aus meinem Allesistgut Panzer auszubrechen, nochmal richtig in Kontakt zu kommen im Gespräch mit Leuten, nicht alles Nachfragen nach dem eigenen Befinden mit einem „Supergut“ abzuwürgen, sondern zu erzählen wie es ist, Verständnis und Ratschläge für die Situation zu kriegen. Und auch mitzubekommen, was das Gegenüber so umtreibt. Ein bisschen zwiespältig waren meine Panikattacken diese Woche. Einerseits war es toll, dass ich sie wegatmen konnte, andererseits war es kacke, dass sie da waren. Herzrasen und Angst und Kotzenwollen. Das ist scheiße und hat glaube ich mit Geld zu tun und mit der Angst, dass ich all das, was ich in den letzten Wochen auf den Weg gebracht habe (Vorträge, Yogastunden, Meditationskurse. Hurra!) nicht packe, dass keiner kommt und ich nur Quatsch mache. Aber diese Gefühle sind eben da im Moment und ich konnte sie betrachten und ausatmen. Und mich so beruhigen. Ist eben auch eine Baustelle.

In der folgenden Woche beginne ich den Versuch, ein positives Selbstbild zu bauen, Mitgefühl für mich zu entwickeln und so, laut Buch, Strukturen in meinem Gehirn so zu ändern, dass negative Gedankenmuster weniger schnell greifen. Wie das geht erarbeite ich mir noch und berichte dann hier.
Yeah.