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Ich verstecke mich hinter meinem Handy und lese dort sehr viel Zeitung. Ich drehe das Radio an. Ich lese in Kochbüchern und Broschüren. Ich telefoniere Organisationsquatsch ab. Es fällt mir ganz und gar schwer, mich im Moment auf den Löwen einzulassen, einfach mit ihm zu sein. Diese ganzen Auflösungserscheinungen in der Wohnung, das in der Luft hängen, das sich vor jedem Umzug einstellt, das schlechte Wetter, das es oft verhindert, lange draußen rumzuhängen, meine Unlust, noch eine Sekunde länger in der Stadt zu wohnen, setzen mir zu, machen, dass ich weg sein will, kurz durchatmen. Ein bisschen muss ich noch durchhalten und mich bis dahin nicht unter Druck setzen, Mutterideale Mutterideale sein lassen und mich selbst in Ordnung finden. Und Ruhe erzeugen, denn durch Informationsüberfluss und Pseudobeschäftigung wird das alles ja nicht besser.