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Wir haben gestrichen, nächstes Wochenende wird der Gang gefliesst, die neue Tür ist da, das Saatgut ist bestellt, der Garten wartet. Heute kommt Muttern und Derherrimhaus und ich können zu zweit rumhängen. Ich habe uns einen Kuchen gebacken und dem Löwen ein Beutelchen genäht, damit er, der Weitreisende, seine Bücher und Autos immer beisammen hat. Ich habe Zeug weggeschafft, Sport getrieben, Kühe, Katzen und Schafe betrachtet. Unsinniges Lernzeug wurde auf Karteikarten geschrieben und wartet darauf, von mir memoriert zu werden.

Ich bin mit soviel Energie ins neue Jahr gestartet und habe sie mir nach der längsten Grippe der Welt zurückgewonnen. Ich machemachemache und vieles davon ist gut, aber ich merke: Wahrscheinlich wird das alles zu viel. Ich will alles und das ist auf den ersten Blick auch in Ordnung, aber ich muss meine Wünsche den Gegebenheiten anpassen, die Kürze der Tage, die Erschöpfung meinerseits und die schiere Fülle von Dingen, die auf Erledigung warten einspeisen. Sonst krieg ich schlechte Laune. Priorisieren und organisieren, abarbeiten, abarbeiten, abarbeiten. Struktur kriegen und preussische Disziplin zeigen.

Ich hab mir angewöhnt, mir sowas wie Wochenziele zu stecken. Drei oder vier Sachen, die getan werden sollten – alles darüber hinaus ist Bonus und freiwillig. Das breche ich, wenn es viel ist, auch auf Tage runter, weil ich sonst das Gefühl hab, mich zu verrennen, zu viele Sachen gleichzeitig zu machen und mich zu verlieren. Auch übers Jahr hin gibt es vier Dinge, die ich gerne tun will. Das klappt gut, wenn ich mir wirklich Zeit nehme, Monate, Wochen und Tage zu planen und ernsthaft überlegen kann, was ansteht. Und wenn es zuviel ist, Prioritäten setzen. Sachen nummerieren und in der vorgeschlagenen Reihenfolge abarbeiten. Und sich freuen, wenn man mehr machen kann, als man dachte. Wenn ich merke, dass ich so hibbelig werde, kommt auf meinen Tagesplan der Punkt PAUSE. Ohne Lesen, ohne Radio, einfach nur sitzen. Atmen. Das fällt mir oft nicht leicht, muss aber gegen das Irrewerden getan werden.

Seid ihr organisiert? Habt ihr Planer, Tagebücher und Kalender? Habt ihr feste Zeiten für eure Sachen (Vorlesungen, Arbeiten, Schreibtischbl) oder entscheidet ihr täglich neu, wie der Tag verbracht wird?