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In ein paar Tagen ist Aschermittwoch und damit der offizielle Beginn der 6-wöchigen Fastenzeit bis Ostern. Ich werde ja nicht müde, zu wiederholen, dass ich nichts mit der Kirche und dem Glauben an irgendwen zu tun haben will, aber die Idee des Fastens gefällt mir gut. Auszumisten und Dinge und Gewohnheiten abzulegen, mit denen man sich nicht wohlfühlt, aus denen man rausgewachsen ist, oder die einem merklich nicht gut tun ist gesund und wichtig und manchmal hilft es, wenn es einen äußeren Anlass gibt, der einem das Umstrukturieren und Weglassen erleichtert. Die Fastenzeit ist ein bisschen, wie ein neues Jahr: Es gibt Platz zum Nachdenken über Veränderungen und einen kleinen Impuls, diese Veränderungen umzusetzen. Machen muss man dann natürlich selbst.

Ich hab vor 100 Jahren während der Fastenzeit keine Süßigkeiten gegessen. Zuckerverzicht wäre auch dieses Jahr ein heißer Kandidat zum Verzichtüben. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Internetfasten, dessen Konditionen ich noch mit mir aushandeln müsste. Denn ich brauch das gute ja zum Geldsachen regeln, zum Bloggen und zum EMailen. Aber ich will/sollte/müsste eigentlich weniger surfen, mich vollmachen mit oft irrelevanten Informationen. Ein Magazinlesefasten wäre insofern auch eine Option. Allerdings mach ich das ohnehin nur recht selten, wenn ich allein im Cafe bin oder beim Frisör. Aber ich denke, die Idee, auf zuviel Informationen zu verzichten, ist für mich in diesem Jahr nicht verkehrt und 6 Wochen sind eine Zeitspanne, von der man hoffen kann, dass sie die nachhaltige Veränderung von Gewohnheiten begünstigt. Vielleicht in Zukunft also: Keine Stunden mehr im Netz.

 

Fastet ihr? Oder verzichtet ihr sowieso willentlich und sofort auf alles, das euch zu viel scheint? Habt ihr schonmal heilgefastet? Was sind Dinge/Gewohnheiten, auf die ihr gerne verzichten wollt?