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Am Dienstag, 18.12. gibt es einen Themenabend zu Gift im Spielzeug auf Arte. Vielleicht ist das was für all jene, die wie ich oft fassungslos vor Ökotestberichten stehen und sich fragen was verdammt denn sicher ist und die nett gemeinte Geschenke von Verwandten unauffällig verschwinden lassen, weil nicht klar ist, ob die unbedenklich sind. Ich bin fast irre geworden, als ich versucht habe, einen freundlichen, ungiftigen Schneeanzug zu kaufen. Informiert ihr euch vor jeder Anschaffung über mögliche toxische Bestandteile oder glaubt ihr daran, dass es in Deutschland Qualitätsstandards und -Prüfungen gibt, die verhindern, dass Kinder von dem, was sie umgibt, vergiftet werden?

Natürlich ist die Giftigkeit von Spielzeug nur ein Aspekt, der beim Einkaufen zu beachten ist, hergestellt ist der Kram ja sehr oft in China, Vietnam, Bangladesch und da ist es bei Spielzeug wie bei den Klamotten: Die Arbeitsbedingungen sind furchtbar. Leute kriegen kaum Geld, Brandschutz wird ignoriert, giftige Substanzen werden ohne Schutzmaßnahmen verarbeitet.

Wir haben quasi gar kein Spielzeug gekauft, bis jetzt, aber viel geschenkt bekommen; das gleiche gilt für Kleider. Manchen Leuten kann ich kommunizieren, was mir bei Produkten wichtig ist und worüber ich mich freue. Andere Leute verstehen das nicht, nehmen es als Angriff, finden mich zu anspruchsvoll und übertrieben. Schließlich sind ja alle groß geworden bis jetzt. Das ärgert mich. Ich will nicht, dass der Löwe Klamotten trägt, die Kinder genäht haben, ich will nicht, dass er mit Zeug spielt, das von 5-jährigen in einer Nachtschicht montiert wurde, für 36 Cent Lohn am Tag. Ich finde das falsch und ich bin müde, das so verteidigen zu müssen. Und gerade beim Spielzeug finde ich es recht leicht zu sagen: Im Zweifelsfall wird es nicht gekauft, weil es ohnehin Bonus ist, man es nicht wirklich braucht (wie zum Beispiel Winterschuhe).