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Wir fahren in die Schweiz. Der Herrimhaus fährt gerne Ski und hat das ein paar Jahre lang nicht gemacht, denn ich bin dafür eher weniger zu begeistern (weil Umweltmist, teuer, kalt). Dieses Jahr aber bietet sich ein Winterurlaub aus verschiedenen Gründen an und so trage ich Informationen über Reisen in kalte Gefilde mit einem Kleinkind zusammen.

Was ich bisher gefunden habe:

Hinkommen

* Eine lange Fahrt mit dem Auto ist für alle anstrengend. Gut ist es, wenn man die An- und Abreise in Etappen gestalten kann. Eventuell ist es möglich, bei Freunden oder Bekannten zu übernachten, deren Heim auf dem Weg liegt. Ansonsten sollte man großzügige Pausen einplanen. Im Winter ist das sicher schwieriger als im Sommer, wo man einfach irgendwo anhalten und durch die Gegend stiefeln kann. Aber Raststätten gibt es ja trotzdem, auch wenn die nur begrenzt Auslaufmöglichkeiten bieten.

* Falls man nicht Unmengen von Gepäck hat, kann man auch mit dem Zug fahren, ich finde das, seit der Löwe laufen kann, ganz ok, länger als 4 Stunden bin ich aber noch nie mit ihm gefahren.

Am Urlaubsort

* Der Urlaubsort sollte nicht zu hoch liegen: Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr sollen nicht in Lagen über 1500 Meter über dem Meeresspiegel, sonst wird ihnen das zu viel mit dem wenigen Sauerstoff, sie werden höhenkrank

* Bei Ausflügen am Urlaubsort sollte man beachten, dass Seilbahnen und Gondeln wohl ok sind, solange Babys wie beim Fliegen was zum Nuckeln haben, um den Druckausgleich zu schaffen und die Ohren offen zu halten. Da aber alle Kinder unterschiedlich sind, vertragen sie den schnellen Aufstieg unter Umständen eben doch nicht. Im Zweifelsfall umkehren und, wenn möglich, sanfter aufsteigen.

* Wer Tagesausflüge macht, darf nicht vergessen, dass es Möglichkeiten zum Wickeln braucht. Im Zweifelsfall Einmalunterlagen und vielleicht sogar eine Decke mitnehmen, um improvisieren zu können.

* Nicht alle Kinder lieben den Schnee. Beim Buchen sollte man deshalb darauf achten, dass es jenseits von Schlittenfahren und Schneemenschenbauen Möglichkeiten gibt, mit dem Kind Zeit zu verbringen.

* Lieber Ferienwohnung als Hotel. Ferienwohnungen erlauben einen eigenen Rhythmus, geben den Eltern Raum, wenn das Kind schläft, sind cooler, weil man Selbstverpflegung machen kann und erlauben es, dass man sich ein bisschen heimisch einrichtet, mit Musik, Duftkerzen, Räucherwerk und Unordnung.

Draußen im Schnee

* Sonnenschutz ist auch im Winter wichtig! Wenn die Sonne scheint, muss das Baby eingecremt werden, am besten natürlich mit einem mineralischen Sonnenschutz mit möglichst hohem LSF. Ich denke, ich kaufe diese hier. Oder gibt es Empfehlungen?

* Am besten trägt das Baby eine Sonnenbrille. Mit dem Löwen ist das eher nicht zu machen, aber der gute Wille zählt.

* Babys sollen bei Eiseskälte nicht auf dem Rücken getragen werden, weil die Möglichkeit besteht, dass sie sich Erfrierungen holen und man das als Elter nicht merkt. Das Kind vorne zu tragen ist kein Problem und wird vom roten Kreuz bei Minusgraden sogar empfohlen.

* Wenn es kalt und windig ist, benutzen wir den Wind- und Wetterbalsam, die Erfrierungen an den exponierten Körperstellen vorbeugt. Ich benutze sie auch ab und zu, sie ist zwar sehr fettig, riecht aber gut und schützt.

* Und freilich: Das Kind immer warm einpacken und regelmäßig kontrollieren, ob es friert. Alle paar Stunden die Möglichkeit zum Aufwärmen geben und nicht vergessen, dass die Kälte hungrig und müde macht.

* Wer noch zu klein ist, um Schlitten zu fahren, der kann auch im Schnee Sandelzeug gut gebrauchen. Also gerne Eimer, Schaufeln und Kellen fürs Kind mitnehmen.

Ich sammle noch, wer also Erfahrung hat mit Kindern im Schnee, der teile sie gerne mit mir…

Schönen zweiten Advent!