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Ja, der Loewe waechst. Bald ist er ein Kleinkind und ich sammle neue.Erfahrungen. Denn waehrend Babys immer fuer suess und adrett gehalten werden, nimmt ein Teil der Welt Kleinkinder als Bedrohung oder Nervfaktor wahr. Ein weinendes Baby? Kein Problem, arm und bemitleidenswert. Ein bruellender Loewe, den man davon abhalten will, saemtliche.Buecherstapel im Geschaeft durchzusehen? Ein Anlass zum Kopfschuetteln. Ein Kerlchen, dads nicht zur fremden Person auf den Schoss klettern will? Unfreundlich. Obwohl es doch ausgeschlafen hat. Wahrscheinlich ist das Kind kaputt, ein Tyrann (es wird ja auch noch gestillt. Wie kann es da anders sein?!) und die Eltern zu nachlaessig.
Sicher. Es sind nicht alle so. Es gibt immer noch ganz viele Leute, die mit dem Loewen scherzen, aber man merkt, gerade nach ueber einem Jahr quasi ungebrochener Begeisterung allenthalben, dass ein eigener Wille des Kindes, sein Entdeckungsdrang, seine Moeglichkeit sich fortzubewegen und alles zu untersuchen ploetzlich eben auch kritisch beaeugt werden und bestimmtes Verhalten, naemluch braves, von ihm erwartet wird. Ich frage mich, ob das bei Maedchen und bei Jungs unterschiedlich ist, ob schon hier differenziert wird oder ob es in beiden Faellen das Wichtigste ist, dass das Kind sich moeglichst unauffaellig verhaelt.