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Der Löwe ist noch weit davon entfernt, aber irgendwann wird es kommen, das Sprechen. Er teilt sich jetzt mit durch Zeigen und „da“-sagen und sicher wird es schön, zu sehen, wie er sich die Welt durch Worte erobert. Ich fürchte mich aber auch ein bisschen davor, denn die wortlose Kommunikation zwischen uns finde ich sehr besonders und das KeineWortehaben manchmal einen Segen. Worte machen alles erst Mal kompliziert, verkopft, umständlich, machen Missverständnisse und Kategorisierung und zerschmettern oft Intuition, Impulse und ersetzen im schlimmsten Fall das Reden ohne Reden, das in den Arm nehmen, den Bauch küssen, das Streicheln, das Sichanlächeln und Sichverstehen, gaukeln Verständnis vor, wo jemand einfach nur sagt „ja, das verstehe ich“ und ziehen oft genug Mauern, statt Brücken zu bauen.

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