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Wir haben für eine Woche gepackt und sind vier geblieben. In einem Minidorf mit 1000 Einwohnern. Es gibt einen Bioladen mit Kaffee- und Eisausschank und im Nachbarort zwei Supermärkte, außerdem ein Freibad und ein Kneippbecken. Mir hat gar nichts gefehlt. Ich habe kein einziges Mal wehmütig an die Stadt gedacht. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir etwas verpassen. Wir waren so viel draußen und das war so schön (der Löwe hatte sogar seine allererste Zecke), ich habe es genossen, nicht ständig irgendwas kaufen zu müssen, um schön zu sitzen, nicht so viele Leute sehen zu müssen und nicht immer in Läden rumzuhängen. Natürlich ist die Infrastruktur nicht so toll wie in der Stadt, aber auch nicht so schrecklich, wie ich mir das vorgestellt habe. Und wir gehen nie nicht so oft ins Kino oder ins Theater, seit der Löwe da ist, insofern ist die Abwesenheit kultureller Institutionen durchaus zu verkraften.

Als der Sommer begonnen hat, hab ich einen Stadüberdruss bekommen und mich über unsere Umzugspläne (genau in eben jenes Dorf) sehr gefreut und sie das erste Mal komplett und vollkommen gut gefunden. Ich bin froh, dass dieser erste längere Aufenthalt dieses Gefühl stützt.

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