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Auf dem Windelfreiblog wird über Erziehung der eigenen Kinder durch fremde geredet, ich bin letzte Woche zweimal von anderen Müttern erzogen worden, die unbedingt dafür waren, dass ich im Herbst ohne den Löwen über Nacht wegfahre, obwohl ich da bedenken habe, vor allem, damit ich abstillen kann, obwohl ich das nicht will. Wie macht man das, auf seinen Grenzen zu beharren, ohne persönlich zu werden? Ich hab ihre Kommentare einfach abgenickt, hatte aber das Gefühl, mich verteidigen zu müssen für meinen Unwillen, schon bald eine Nacht ohne den Löwen zu verbringen. Mag ja sein, dass sich das bis Herbst ändert, aber ich war sehr überrascht von der Resolutheit mit der die beiden meine Bedenken oder meine Mulmigkeit gar nicht gesehen haben. „Dann wird durchgeschlafen, das wird super“ und „Irgendwann musst du ja abstillen“ war alles, was dazu gesagt wurde. Bin ich eine anhängliche Gluckenmutter? Gebe ich dem Löwen zu wenig Freiraum? Sollte er endlich mal einen drauf machen dürfen, ohne mich? werde ich es schaffen, bei mir zu bleiben, wenn es um solche Entscheidungen geht oder einknicken und mich den anderen beugen?

Konsequent dabei bleiben, was man für richtig hält ist sicherlich ein wesentlicher Punkt von Erziehung. Die Kommentare der anderen Mütter haben mich zwar nicht das das erste Mal damit konfrontiert, dass ich Dinge anders mache als andere, aber einen Hinweis darauf gegeben, dass es Leute gibt, die scheiße finden, was ich mache. Nehme ich mir das jetzt zu Herzen oder ignorier ich das?

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