Schlagwörter

, ,

Seit Anfang des Jahres werde ich Yogalehrerin. Die Ausbildung, die wir erhalten ist dezidiert ganzheitlich. Neben Hatha Yoga – dem „Turnen“ – stehen auch die anderen fünf Yogawege im Fokus.  Ich bin kein spiritueller Mensch und halte einige Dinge, die wir dort erfahren für Quatsch, andererseits habe ich mich bewusst für diese Art der Ausbildung entschieden und also auch dafür, mich auf Neues einzulassen und Sachen auszuprobieren, die mir auf den ersten Blick abwegig erscheinen. So habe ich zum Beispiel gelernt, dass ich Mantrasingen großes Kino finde und es wirklich gerne mache. Mir ist klar, dass man da betet, aber ich merke es nicht, weil ich nicht verstehe, was gesungen wird und so ist es einfach nett, in einer Runde zu sitzen und mit geschlossenen Augen und wippendem Oberkörper wieder und wieder die gleichen Zeilen zu singen.

Seit etwa sechs Wochen versuche ich außerdem, regelmäßig, also täglich (zumindest, wenn der Herr im Haus zu Hause ist) zu meditieren. Ich bin morgens meistens als erste wach und nach der Frühstücksvorbereitung kann ich mir dankenswerterweise noch 15 Minuten Zeit nehmen, bevor Mann und Kind aufstehen und in mich gehen. Ich sitze im Wohnzimmer auf einem Kissen und atme einfach 10 Minuten oder eine Viertelstunde und versuche, mich auf nichts zu konzentrieren außer auf dieses mein Atmen. Das entschleunigt mich für den ganzen Tag und verleiht mir Ruhe und Gelassenheit, ich fühle mich auch an anstrengenden Tagen besser gewappnet, wenn ich morgens dieses kleine Ritual der Einkehr betreiben konnte. Es sind nur 10 Minuten und dadurch sind sie so gut in den Tag zu integrieren, sie kosten wirklich nicht viel Zeit und geben sehr viel.

Habt auch ihr Rituale oder nutzt Entspannungstechniken oder seid ihr ohnehin total cool und durch nichts aus der Ruhe zu bringen?

Advertisements