Ich weiß. Überall steht, dass man sich VOR der Geburt Gedanken über die berufliche Zukunft machen soll. Ich bin unmittelbar nach dem Ende meines geisteswissenschaftlichen, mich für alles und nichts qualifizierenden Studiums schwanger geworden und konnte deshalb Gedanken übers Arbeiten hintantstellen. Dank Elterngeld und Rente kann ich im Moment einen guten Beitrag zum Familienunterhalt leisten. Aber eben nicht mehr allzu lange, weil das ganze schöne Programm ausläuft.

Es wird, so befürchte ich, eine (hoffentlich kurze) Zeit der finanziellen Abhängigkeit vom Herr im Hause folgen. Denn Fremdbetreuung für den sehr kleinen Löwen wollen wir nicht und aus wirtschaftlichen Gründen ist es natürlich sinnvoller, wenn der Herr weiterarbeitet und nicht ich erstmal irgendwo anfange. Trotzdem ist es natürlich ein bisschen unglücklich. Ich will meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten (oder mindestens eigenes Geld haben), ich will, dass nicht alles am Mann hängt und er der Versorger ist, aber ich will auch nicht alle aufreiben durch Tagesmutter, mordseffiziente Planung von allem und ein ständiges schlechtes Gewissen aus dem Gefühl, nicht ausreichend für den Löwen da zu sein. Ich sehe die einzige Lösung im bedingungslosen Grundeinkommen. Hat jemand andere Vorschläge? Wie teilt ihr euch ein und auf?

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