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In der Schwangerschaft hab ich versucht, gut zu meinem Körper zu sein. Ich war viel draußen und in Bewegung, hab versucht, mich vernünftig zu ernähren, hab geölt, Zupfmassagen gemacht, mich ausgeruht. Mir war klar, dass er große Veränderungen durchmacht und dass ich aus mir jemanden baue und in mir versorge und dass das eine Aufgabe ist, die Zeit, Energie und Pflege braucht.

Ich hab nicht schrecklich viel zugenommen in der Schwangerschaft, ich war beweglich kaum eingeschränkt bis zum Schluss, hatte keine Beschwerden und hab den Löwen gesund und munter und ohne Medikamente oder sonstwas zur Welt gebracht. Aber statt das zu honorieren, meinen Körper zu loben, mich über ihn zu freuen und ihn weiter gut zu behandeln bin ich oft so wütend über die Schwangerschaftsstreifen, über die drei Kilo, die immer noch mehr sind, als vor der Schwangerschaft und über den nicht ganz flachen Bauch. Es fällt mir wirklich schwer, zu akzeptieren, dass die körperlichen Veränderung durch das Kinderkriegen nicht mit der Geburt beendet sind, sondern sich langsam vollziehen und dass ich wohl nie mehr aussehe, wie vor der Ankunft des Löwen. Ich muss mich wiedermal anfreunden mit ihm, ihn nicht als meinen Feind sehen und finde es schade, dass es mir nicht gelungen ist, unser gutes Verhältnis aus der Schwangerschaft hinüberzuretten.

Wie ging euch das? Wie lange war es komisch in der eigenen Haut oder war es überhaupt kein Problem, das Anderssein? Oder war es für euch gar nicht so anders?

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