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Der Herr im Hause arbeitet nicht da, wo wir wohnen. Er verbingt deshalb jede Woche ein bis zwei Nächte außer Haus. Zwei bis drei Tage die Woche bin ich also mit dem Löwen alleine und habe ganz oft ein schlechtes Gewissen, wenn er weint und ich esse, er weint und ich dusche, er weint und ich seine Windeln aufhänge. Wenn ich mich zuerst um meine Bedürfnisse kümmere (in rasender Geschwindigkeit, Gemütlichkeit ist ja nicht, wenn er arme Kerl wartet) schlägt sofort der Rabenmutter-Reflex zu und ich frage mich, was falsch ist, mit mir, dass ich nicht bereit bin, diese heiße Mahlzeit o.ä. dem Kind zu opfern.

Gleichzeitig wird mir immer klar, was man eigentlich leistet, wenn man alleinerziehend ist und das Kind dem Partner nicht für einen Moment abgeben kann. Davor ziehe ich meterhoch meinen Hut.

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