Kann der Löwe jetzt Streichhoelzer anzuenden. Hurra Hurra Lebensgefahr.
Außerdem
18 Samstag Mai 2013
18 Samstag Mai 2013
Kann der Löwe jetzt Streichhoelzer anzuenden. Hurra Hurra Lebensgefahr.
18 Samstag Mai 2013
Seit einem dreiviertel Jahr bin ich jetzt Veganer. Ich weiss nicht, ob ich mit seitdem besser ernaehre, ich bin gesund und zufrieden und jetzt, wo wir wieder fest irgendwo wohnen, koche ich auch wieder mehr, probiere Sachen aus und wage auch an neue Zubereitungsarten. Aber ich esse auch regelmaessig Convenience Kram. Aufstriche, Würstchen. Und ich erschrecken jedes Mal beim Einkaufen, was es alles gibt. Sicher ist es cool, dass man als Veganer in der Lebensmittelauswahl nicht total eingeschränkt ist, aber dass es alles in vegan gibt, mit zweifelhaften Zutaten, finde ich beknackt. Alle sollen alles kaufen und das Versprechen, dass man als Veganer auf nichts verzichten muss, bedeutet oft vor allem, dass man nicht aufhören muss, Scheiss einzukaufen, statt selbst zu bestimmen, was in den eigenen Magen kommt und anstelle irgendwelcher verarbeitenden Firmen, Geld denen zu geben, die Rohstoffe zur Lebensmittelveredlung geben. Oder einen eigenen Garten zu bestellen. Ich brauche keine veganen Garnelen. Danke.
17 Freitag Mai 2013
Veröffentlicht in Gesellschaft, Kapitalismus, Körper, Moral, Politik, wastun, Yoga
Es lebt sich so angenehm in der jeweiligen Blase, angefüllt mit toleranten Menschen, die verschiedene Lebensentwürfe, unterschiedliche sexuelle Orientierungen haben und denen es (zumindest offiziell) ganz egal ist, wo jemand herkommt. Oft kann ich es gar nicht fassen, dass er ernsthaft Leute gibt, die dagegen sind, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften ebenso behandelt werden sollten, wie heterosexuelle, dass es wirklich Nazis gibt, also Personen, die an sowas wie die arische Rasse und deren Überlegenheit glauben. Aber um Arschlöcher zu finden, muss man gar nicht weit gehen. Weil Diskriminierung und Dummheit institutionalisiert und überall sind. Eine meiner Yogadamen zum Beispiel zieht regelmäßig über Lesben her und gestern hat sie innerhalb von 70 Sekunden 5 Mal das N-Wort benutzt, um eine Geschichte über einen Mann zu erzählen. Und ich habe zwar erschrocken geschaut, aber nichts gesagt, mich in mich reingeärgert über sie und über mich.
Wie reagiert man in solchen Situationen? Macht man Leute freundlich darauf aufmerksam, dass sie Scheisse reden und sich darüber vielleicht gar nicht im Klaren sind? Fängt man Streit an? Ich schäme mich, dass ich nichts gesagt habe. Das war falsch und es geht mir immer noch nach. Schafft ihr es immer, Klartext zu reden und Leute auf ihren Ismus aufmerksam zu machen? Fruchtet das?
04 Samstag Mai 2013
Wir haben hier ja BLW gemacht, weil wir glauben, es ist cooler, wenn der Loewe selbst bestimmt, wovon er wann wieviel ist. Das klappt auch gut, der kleine Kerl bedient sich mitunter selbst aus den auf dem Tisch stehenden Schuesseln mit Speisen. Soll er ruhig machen, allerdings merke ich, dass ich das nur bis zu einem gewissen Grad okay finde und es mich nervt, wenn er von allem haben muss, was irgendwer hat, wenn er an den Kühlschrank geht, um sich alles rauszuholen und er den Aufstrich mit der Gabel aus der Dose isst und nicht warten kann,wenn er hungrig ist.
Als ich anfing, diesen Piste zu schreiben, wollte ich wissen, ob das doof ist, dieses mein Genervtsein. Jetzt merke ich: Ja, ist es. Wer ein stelbstbestimmtes Kind will, darf sich nicht über ein Kind beklagen, das selbstbestimmt is(s)t. Das neugierig auf Speisen ist und alles ausprobieren möchte, ein Kind, dass dabei ist und seine Bedürfnisse kennt und weiss, wie es sie erfüllen kann. Passt schon. Atmen und gutfinden.
04 Samstag Mai 2013
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Heute Morgen habe ich in der Küche gewuetet und eine bezaubernde Linsensuppe improvisiert. Aber das war nicht alles: Immer noch ohne Gartenschuhe gehe ich trotzdem ernten. Diesmal Schnittlauch, der zu einem pipieinfachen aber sehr leckeren Salat verarbeitet wird: Schnittlauchsalat für 1-2Personen 1Bund Schnittlauch 70g Tofu Natur 1/2 tl Senf 1EL Rapsoel 1EL weissen Balsamico Schnittlauch waschen und in etwa 0,5 cm breite Roellchen schneiden. Aus Essig, Oel und Senf eine Vinaigrette rühren und über den Schnittlauch geben. Gut vermischen und nach Möglichkeit etwas durchziehen lassen. Vor dem Servieren Tofu drueberkruemeln (nicht schneiden!) und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Nachtisch passt folgender Kuchen, den ich aus diesem Rezept gebaut habe: Bananen Kuchen mit Espresso- und Schokonote für eine kleine Kastenform 3 reife Bananen, mit einer Gabel zerdrueckt 50g Zucker 1EL SojaJoghurt 100g Magazine, geschmolzen 70ml Milchersatz 80g Vollkornmehl 70g Weizenmehl 1,5tl Backpulver 2tl Instantespresso 1/2tl Salz 50g Bitterschokolade, grob gehackt Ofen auf 170 Grad (Ober- Unterhitze) vorheizen. Kastenform mit Oel oder Magazine einfetten. Mehl; Backpulver, Salz und Kaffeepulver mischen. Bananen, Joghurt, Milchersatz, Zucker und flüssige Butter gut vermischen und leicht scgaumig ruehren. Dann zügig die Vermischung unterruehren, nur so lange, bis alles gerade so vermischt ist. Zuletzt die Schokostuecke unterheben und den Teig in die Form füllen. 45-55 Minuten backen und hoffen, dass kein Kind die Backofentemperatur verstellt. Vor dem Stürzen ein paar Minuten auszahlen lassen. Heute Vormittag habe ich ausserdem Hafermilch gemacht und bin gespannt, wie ich das finde. Macht ihr eure Milch selbst? Habt ihr Favoriten, Rezepte oder Tipps?
29 Montag Apr 2013
Veröffentlicht in Kapitalismus, Körper, wie leben, Freizeit, Garten
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Ich brauche Hilfe: Wir haben hier noch kein Internet und übers Telefon Onlineshops zu durchstoebern ist schrecklich. Deshalb frage ich euch nach einem guten Onlineshop, in dem ich vegane Clogs (nicht aus Plastik) finden kann, die brauch ich nämlich dringend. Tausend Dank!
28 Sonntag Apr 2013
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Monatelang hatte der Löwe ein Ekzem am Oberschenkel, verursacht wohl von seinen Stoffwindeln. Wir haben Melkfett, Sheabutter, Vaseline, Ringelblumrnsalbe und Beachten appliziert (nicht gleichzeitig) und nichts hat geholfen, das Ding ist immer groesser geworden und hat wohl auch gejuckt. Seit einer Woche verzichten wir auf Milchprodukte und pluendern unsere Aloe Vera, um regelmässig transparenten Glibber aufs Kinderbein zu schmieren. Und siehe da: Es wird besser, und zwar richtig viel.
Ich habe daraufhin ein paar Verbrennungen an meiner Hand mit der Aloe behandelt und bin jetzt richtig begeistert. Legt euch eine solche Pflanze zu. Sie wächst schnell, ist pflegeleicht und macht alles besser. Echt jetzt.
22 Montag Apr 2013
Veröffentlicht in Familie, Frauenkram, Freizeit, Garten, Kapitalismus, Kinder, Partnerschaft, Umzug, wie leben
Seit Donnerstag wohnen wir jetzt hier. Es ist ruhig und schon und es gibt viel zu tun. In den letzten Monaten haben wir viel geschafft und es war eierstens schoen zusehen, wie wir vorankommen und zweitens war es supercool, dass wir diesen Ausbau dank Oma, die den Löwen gebaendigt hat, zu zweit (Plus Hilfe von Freunden) machen konnten. War sehr gut Feuers Paasein. Und wenn jemand Hilfe bei Handkreissaegen, Dielenbodenverlegen oder Infos über glückliche babyfreundliche Innenraumfarbe für schwierigen Untergrund braucht: Ich weiss vielleicht Rat. Und wenn du, Kraehenmutter, mal hier nach Südwesten kommst, komm vorbei und überlegt, ob ihr nicht mit einziehen wollt.
22 Montag Apr 2013
Veröffentlicht in Familie, Frauenkram, Körper, Kinder, Partnerschaft, Stillen, Yoga
Als S. am Samstag erzählt, dass sie 14 Monate nach der Geburt ihres Sohnes wieder schwanger ist, wird mir schlecht und ich fange an zu frieren. Den restlichen Tag verlebe ich in dumpfer Schockstarre, am Abend heule ich ein bisschen viel.
Ich wuensche mir ein zweites Kind und zwar sehr. Das wird momentan allerdings erstens dadurch verhindert, dass wir wirklich nicht viel Sex haben und zweitens, dass ich trotz längerer Stillpausen meine Tage immer noch nicht wieder habe.
Als jemand, der jahrelang mit der ein oder anderen Essstörung zu tun hatte und heute noch oft damit kämpft, was er gegessen hat, ist das für mich dramatischer, als es klingt. Ich habe kein Verhältnis zu meinem Körper und eine verzerrte Wahrnehmung, ich hab mit dem Ding eigentlich nichts zu tun, es ist eine leicht verbeulte Huelle, die im Alter nicht weniger makelbehaftet wird. Sie muss kritisch beaeugt und ununterbrochen beobachtet werden. Fallengelassen geht nicht. Intimität herzustellen fällt mir sehr schwer.
Dazu kommt ein Misstrauen den Fähigkeiten meines Körpers gegenüber. Ich glaube nicht, dass ich hormonell jemals wieder in Schuss sein werde, meine Tage kriege, schwanger werden kann. Weil ich so viel Schindluder getrieben habe und den grössten Teil meines Erwachsenenlebens keinen Zyklus hatte, weil ich zu duenn war.
Ich betrachte die Zeugung des Löwen als grosses Wunder, als Ausnahme und es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass es nochmal gelingen koennte, so ein Wunder. Ich versuche loszulassen, die Idee von einer Grossfamilie ziehen zu lassen und abzuwarten, was passiert, dem Körper eine Chance zu geben und mir selbst. Zufrieden zu sein mit (fast) allem, was passiert.
Ich freue mich für S. und hoffe sehr, dass alles gut geht. Ein bisschen traurig bin ich trotzdem.
12 Freitag Apr 2013
Veröffentlicht in Familie, Freizeit, Garten, Kapitalismus, Kinder, Partnerschaft, Umzug, Uncategorized, wie leben
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Wir sitzen auf gepackten Kisten. Die letzte Nacht in der Wohnung, die des Löwen erstes Heim war, liegt hinter uns. Das Wochenende verbringen wir im Gaestezimmer bei Oma und Opa und an Montag ziehen wir um.
Die letzten Tage bin ich mit offenen Augen durch die Stadt gegangen, undr habe gemerkt, dass ich es wirklich gut finde, dass wir wegziehen. Trotzdem werden mir ein paar Sachen fehlen:
- kurze Wege, die ein Leben ohne Auto ermöglichen. Ich muss mich ein bisschen am Riesen reissen und ich versuchen, auch in Zukunft eher Rad und Oepnv zu fahren.
- die Magnolienbaeume, die jetzt Anfängen zu blühen. Ich will asap einen pflanzen.
- der große Bioladen mit Rohkost Abteilung und bezaubernden Angestellten
- unser grosses Tageslichtbad
- die Roggenbroetchen vom Baecker in der Nachbarstrasse. Dem Löwen werden vernünftige Brezeln fehlen.
- die Nahe zu meiner Mama und meiner Oma, die von nun an wieder mehr als 90 Minuten Zugfahren entfernt sind
- ein Kino mit Ov und allem. Das wir aber quasi nur besucht haben, seit das Kind auf der Welt ist.
Nicht fehlen wird mir
- Die Kehrwoche. 90 Euro Nebenkosten und niemanden, der den Flur putzt?!
- Die Nachbarn aus dem zweiten Stock. Maekelig, falschfreundlich und laut redend. Außerdem mir graesslichem Parfuem, dessen Geruch stundenlang im Treppenhaus hängt.
- Als Radfahrer auf dem Fahrradweg von anderen Radfahrern weggeklingelt zu werden
- die Baden-Württembergische Selbstgewissheit darüber, dass man etwas Wichtiges tut
- fancy und teure Restaurants mit ganz und gar durchschnittlichen Speisen
- Hundekacke und Lärm allueberall
- volle Spielplätze
- die grillenden Nachbarn, die das Schlafzimmer im Sommer mit Fleischgeruch und Bierseeligkeit füllen
Ich freue mich, wenn es losgeht. Auf normalen Alltag mit Mann und Kind, auf den Garten und soziales Umfeld, aufs Ankommen, darauf, das Geldverdienen anzugehen, aufs Leben mit weniger Lärm und Reiz, aufs Basteln und Bauen. Vorher muss nur noch kurz diese Wohnung aus- und eine andere eingeräumt werden…